Orthopädische Chirurgie im Überblick

Im folgenden können Sie sich einen Überblick über die am häufigsten vorkommenden orthopädisch-chirurgischen Erkrankungen und deren Behandlungsmöglichkeiten verschaffen. Alle Methoden werden in unserer Klinik bereits seit langem und mit großem Erfolg angewandt:

Arthroskopie (Gelenkspiegelung)



Gelenke die sich in der Tiermedizin besonders gut zur Arthroskopie eignen sind:
Schulter-, Ellenbogen- und Kniegelenk.

Krankheitsbilder sind z.B. die minimalinvasive Behandlung von:

  • Knorpelschäden (z.B. Osteochondosis Dissecans / OCD)
  • Sehnen- und Bandverletzungen (z.B Bicepssehnentendinitis der Schulter)
  • oder der Kreuzsbandriß / partieller Kreuzbandriß

Frakturen (Knochenbrüche)



Bei der Behandlung von Knochenbrüchen greifen wir auf modernste Operationstechniken zurück und verwenden Implantate, die sich - je nach Indikation - als  bestmögliche Versorgung erwiesen haben.

Erkrankungen des Kniegelenks

In der modernen Literatur sind viele unterschiedliche Versorgungsmöglichkeiten für Kreuzbandrisse beschrieben. Wir haben uns aufgrund unserer langjährigen Erfahrungen auf vier dieser Techniken spezialisiert - denn unser Ziel ist es, Ihrem Patienten (gleich ob Hund oder Katze) immer die bestmögliche Therapie zukommen zu lassen. Die Verfahren im Einzelnen:

  • TPLO (zertifiziert nach Slocum)
  • TTA/MMP – mit Titanschaumkeil (Orthomed)
  • Extrakapsulärer „Kreuzbandersatz“ nach Gretchen Flo
  • Extrakapsulärer „Kreuzbandersatz“ nach Meutstege
  • Stabilisierung mit Knochenankern sofern notwendig

Die Meniskusgesundheit muss dabei bei jedem Eingriff am Kniegelenk mit Kreuzbandriss untersucht werden. Gegebenenfalls sind weitere Maßnahme wie bspw. eine partielle Entfernung notwendig.

 

Erkrankungen des Hüftgelenks

Schädigungen des Hüftgelenks versorgen wir ganz entsprechend der zu Grunde liegenden Erkrankung mit unterschiedlichen Therapieansätzen:

Hüftgelenksdysplasie (HD)

  • Juvenile Beckensymphysiodese (möglich nur bei sehr jungen Hunden)
  • Dreifach-Beckenosteotomie – Triple Pelvic Osteotomy (TPO)
  • Dorsale Gelenkkapseldenervation
  • Femurkopfhalsresektion

Traumatisch bedingte Verletzungen am Hüftgelenk
sowie Operationen bei Femurluxation (Hüftgelenksauskugelung)

  • Gelenkkapselplastik
  • Iliofemoraler Fadenzügel
  • Toggle Pin
  • Femurkopfhalsresektion

Genetisch / Traumatischbedingte Erkrankungen
wie bspw. Legg-Calvee-Perthes-Syndrom (aseptische Femurkopfnekrose)

  • Femurkopf- und Halsresektion
Erkrankungen des Ellenbogengelenks

Die Dysplasie des Ellenbogengelenks (ED) wird in der Literatur in fünf bis sechs unterschiedliche Erkrankungsformen eingeteilt. Dabei werden aber alle unter dem selben Überbegriff abgehandelt.

  1. Fragmentiertes Mediales Coronoid
  2. Inkongruenz im Ellenbogengelenk
  3. Isolierter Processus Anconeus
  4. Inkomplette Ossifikation der Humeruscondylen
  5. Osteochondritis / Osteochondrosis dissecans
  6. Mediale Epikondylitis

FMCP (Fragmentierter Medialer Processus Coronoideus)

  • Arthroskopische oder arthroskopisch assistierte Chondroplastik
  • Subtotale Coronoidektomie 

Inkongruenz im Ellenbogengelenk

  • Proximale Ulnaosteotomie, im Schrägschnittverfahren nach Fitzpattrick - Sliding Osteotomy
  • Distale Defektulnaosteotomie



IPA (Isolierter Processus Anconaeus)

  • Verschraubung des IPA
  • Entfernung des IPA (chronisches Spätstadium)


OCD (Osteochondrosis dissecans)

  • Entfernung der Knorpelschuppe


IOHC (Inkomplette Ossifikation der Humeruskondylen)

  • Transkondyläre Zugschraube
Erkrankungen des Schultergelenks

OCD (Osteochondrosis dissecans)

  • Arthroskopische Entfernung der abgelösten Knorpelschuppe


Bizepssehnenverletzung bzw. chronische Entzündung im Schultergelenk

  • Arthroskopische Tenotomie der Bicepssehne

Bizepssehnentransposition mittels Verschraubung

  • Gelenkinjektionen

Gelenksinjektionen sind generell in allen arthrotischen Gelenken möglich.

  • Hyaluronsäure mit und ohne Kortikosteroid
  • C-PET – Thrombozytenkonzentrat

 

Erkrankungen des Handwurzelgelenks

Hyperextensionsverletzungen nach Trauma (Durchtrittigkeit)

Je nach Ebene der Verletzung im Handwurzelgelenk muss entschieden werden, ob eine

  • Teilversteifung des Handgelenks (partielle Arthrodese) oder
  • eine Komplettversteifung notwendig wird (Pancarpalearthrodese)
Erkrankungen des Sprunggelenks

OCD (Osteochondrosis dissecans)

  • Entfernung der abgelösten Knorpelschuppen Anteile


Arthrosen im Endstadium und oder Trümmerfrakturen nach Trauma im Sprunggelenk machen ggf. eine komplette Gelenkversteifung (Pantarsalearthrodese) erforderlich.