FAQ - Häufige Fragen

Fragen zu Abläufen in unserer Klinik

Entstehen in der Klinik Wartezeiten?

Das Ziel unserer Terminsprechstunde ist es, dass Sie in unserer Klinik pünktlich zu Ihrem Termin und möglichst ohne Wartezeit aufgerufen werden. Wir sind sehr bemüht, Ihren Aufenthalt im Wartezimmer so kurz wie nur möglich zu halten. Leider sind unsere Arbeitstage nie vollständig planbar, fast täglich erhalten wir Notfallpatienten, die oft auch ungeplante Notoperationen erforderlich machen.
Da wir uns selbstverständlich auch genauso um Ihre Notsituation kümmern würden, bitten wir Sie um Verständnis, sollten Sie einmal ungeplant etwas länger sitzen.

Darüber hinaus bemühen wir uns falls notwendig, Ihnen kurzfristig möglichst viele - auch abteilungsübergreifende - Untersuchungen anbieten zu können. Dies macht jedoch u.U. eine gewisse Koordination innerhalb der Klinik erforderlich.

Kann ich für mein Tier eine telefonische Beratung erhalten?

Gerne können Sie uns Ihre Unterlagen (vorherige Blutuntersuchungsergebnisse, Röntgenbilder...) online direkt über unsere Internetseite oder per Fax zukommen lassen. Eine ausführliche telefonische Fallbesprechung oder Fachberatung ist hingegen – ohne den Patienten persönlich untersucht zu haben – weder sinnvoll noch zeitlich machbar.

Daher unsere Bitte: vereinbaren Sie einen Termin in unserer Klinik!

Erst wenn wir uns ein vollständiges Bild von Ihrem Tier machen konnten, können wir mit Ihnen gemeinsam ein sinnvolles weiteres Vorgehen besprechen. Erst dann kann eine Aufklärung über mögliche Risiken und Nebenwirkungen oder mögliche Behandlungsalternativen stattfinden.

Kann ich den behandelnden Arzt wählen?

In unserer Klinik sind derzeit mehr als zehn Tierärzte beschäftigt. Aus organisatorischen Gründen ist es leider nicht immer möglich, eine Weiter- oder Nachbehandlung durch den selben Tierarzt garantieren zu können. Dies liegt u.a. auch an unseren Schichtarbeitszeiten, durch die wir Ihnen auch zu Nacht-, Wochenend- und Feiertagszeiten eine 24-Stunden-Bereitschaft anbieten können.

Wir versuchen jedoch auch in eigenem Interesse eine Kontinuität der Patientenbetreuung zu gewährleisten und Ihren Wünschen so gut wie möglich zu entsprechen. Bitte setzen Sie uns daher gleich bei der Terminvergabe von Ihren Arztwünschen in Kenntnis!

Welche Vorteile bietet die Struktur Ihres Ärzteteams?

Unsere Assistenzärzte befinden sich entweder in Ihrer Fachtierarztausbildung, oder sie haben diese bereits abgeschlossen. Sowohl in der Sprechstunde als auch im Notdienst gewährleisten sie eine tiermedizinische Versorgung auf sehr hohem Niveau.

Der stetige Austausch mit Ober- und Chefärzten, vor allem bei schwierigen Fällen sowie die Abstimmung der Behandlungspläne ist in unserer Klinik Standard und ermöglicht beste klinische Versorgung und Qualität. Das Qualitätsmanagement durch unsere Ober- und Chefärzte ist gleichermaßen wichtig für Ihr Tier und die Ausbildung unserer Assistenzärzte, und es garantiert uns die bestmögliche Versorgung unserer Patienten.

Fragen rund um eine anstehende Operation

Was muss ich als Patientenbesitzer vor einer Operation beachten?

  • Die letzte Futteraufnahme Ihres Tieres sollte mindestens 12 Stunden zurückliegen, damit der Patient vor der Narkose als nüchtern eingestuft werden kann.
  • In der Regel operieren wir am Vormittag oder frühen Nachmittag, d.h. die letzte Futteraufnahme sollte am Abend vor der Operation (idealerweise zwischen 18:00 - 20:00 Uhr) stattfinden.
  • Am Tag der Operation muss auf's Frühstück verzichtet werden!
  • Wasser darf von Ihrem Tier getrunken werden.
  • Ausnahme: Kleine Heimtiere (Kaninchen, Meerschweinchen, Ratten, Hamster usw.) und Welpen (Hunde und Katzen < 4 Monaten) dürfen nicht nüchtern vorgestellt werden. Sie sollten bis kurz vor der Operation fressen.

Wie ist der Ablauf am Tag der Operation?

Grundsätzlich werden alle unsere Patienten morgens stationär aufgenommen und für den chirurgischen Eingriff vorbereitet. Angelegt werden z.B. Venenkatheter, und es erfolgt die Prämedikation von bspw. schmerz- und entzündungslindernden Medikamenten, Tropfinfusionen, etc.

Nach Absprache und vorheriger Planung besteht für Sie die Möglichkeit, bei der Einleitung der Narkose so lange anwesend zu sein, bis Ihr Tier eingeschlafen ist. Bitte setzen Sie uns gleich bei der Terminvergabe von diesem Wunsch in Kenntnis!

Vor Narkosen kontrolliert der Arzt die Kreislaufparameter Ihres Tieres, um sicherzustellen, dass es narkosefähig ist. Über den Venenkatheter wird dann die Narkose eingeleitet, welche mittels Intubationsnarkose (Isofluran) aufrecht erhalten wird. Anschließend wird Ihr Tier in die Operationsvorbereitung gebracht, wo alle weiteren für die Operation notwendigen Maßnahmen (Schur, Desinfektion, etc.) durchgeführt werden.

Was passiert im Operationssaal?

Im OP wird Ihr Tier zur optimalen Überwachung an mehrere Überwachungsmonitore angeschlossen, um eine möglichst sichere und konstante Narkose zu gewährleisten. Hierfür kommen folgende Geräte zum Einsatz:

  • Elektrokardiographie (EKG): nichtinvasive Blutdruckmessung zur Überwachung der Herz-Kreislaufsituation
  • Pulsoxymetrie: Messung des Sauerstoffgehaltes im Blut
  • Kapnographie: Messung des CO2 Gehalts in der Ausatemluft, zur Überwachung der Atmung
  • Sonde zur Kontrolle der Köpertemperatur

Wie geht es nach der Operation weiter?

Nach Beendigung des chirurgischen Eingriffs wird Ihr Tier auf die Aufwachstation gebracht und weiterhin engmaschig überwacht. Erst wenn es wieder bei vollem Bewusstsein ist, kann es extubiert werden. Je nach Eingriff ist es möglich, dass Sie Ihr Tier noch am selben Tag wieder mit nach Hause nehmen können.

Worauf sollte ich nach der Entlassung aus der Klinik achten?

Ein Abgabegespräch findet je nach Fall über das Telefon oder bei einem Termin vor Ort statt. Hierbei können alle noch offenen Fragen geklärt werden. Bei Abholung bekommen Sie ggf. weitere, detaillierte Nachsorgeinformationen mit nach Hause.

Zu Hause angekommen dürfen Sie Ihrem Tier Wasser anbieten, abends dann auch eine kleine Portion Futter (ca. ⅓ der Normalportion). Am Tag nach der Operation füttern Sie bitte wieder wie gewohnt.

Falls Sie bei Ihrem Tier nach einer Operation ungewöhnliche Verhaltensweisen oder Symptome wie bspw. Erbrechen oder Apathie feststellen, melden Sie sich bitte umgehend bei uns. Je nach Operation sollte Ihr Tier für einige Tage/Wochen ruhig gehalten werden, um einen komplikationsfreien Heilungsverlauf zu unterstützen.